{"id":5,"date":"2013-04-06T12:36:12","date_gmt":"2013-04-06T10:36:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.springer.cc\/?page_id=5"},"modified":"2014-05-02T13:51:51","modified_gmt":"2014-05-02T11:51:51","slug":"lernberatung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/as.so-so.net\/?page_id=5","title":{"rendered":"P\u00e4dagogisches Profil"},"content":{"rendered":"<p><strong>lernen &#8211; lehren &#8211; gestalten &#8211; beraten &#8211; erforschen<\/strong><\/p>\n<p>Durch die unterschiedliche Kombination diese f\u00fcnf Verben lassen sich meine beruflichen Schwerpunkte in allen Facetten beschreiben.<\/p>\n<p><em><strong>lernen &amp; lehren, lehren lernen<\/strong><\/em><br \/>\nBereits im Rahmen meines Studiums der Erwachsenenbildung entwickelte sich meine Begeisterung f\u00fcr Lehr-Lernzusammenh\u00e4nge.\u00a0Das Themenfeld &#8222;selbstgesteuertes Lernen&#8220; bzw. seine Konkretion in der professionellen Gestaltung von Lehr-Lernprozessen bildete damals einen zentralen inhaltlichen Schwerpunkt\u00a0der Professur f\u00fcr Weiterbildung (JLU Gie\u00dfen). Gleichzeitig erlebte ich in den Seminarangeboten vor Ort konkrete Unterrichtszusammenh\u00e4nge, die f\u00fcr mich irritierend anders, n\u00e4mlich\u00a0nicht nur intellektuell hoch anspruchsvoll sondern vor allem aktivierend und (auch) auf mich als individuelle Lernerin ausgerichtet waren. Die Kombination dieser Umst\u00e4nde sprach mich besonders an und machte mich zur begeisterten und hochengagierten Studentin der Erwachsenenbildung unter Professor Forneck.\u00a0Durch die Teilnahme am damals angebotenen universit\u00e4ren Weiterbildungsstudiengang QINEB, in dem Studierende der Erwachsenenbildung gemeinsam mit\u00a0professionellen Trainer\/innen auf hohem theoretischen Niveau an der praktischen Umgestaltung konkreter Lernangebote in Richtung &#8222;mehr Selbststeuerung&#8220; arbeiten, erhielt ich vertiefende Einblicke in die Debatte um selbstgesteuertes Lernen, Didaktik wie auch in die Praxis der Erwachsenenbildung, die mich und mein Verst\u00e4ndnis vom Lehren und Lernen bis heute pr\u00e4gen.<\/p>\n<p><em><strong>lehren gestalten<\/strong><\/em><br \/>\nDie professionelle\u00a0methodisch-didaktische\u00a0Gestaltung meiner eigenen Lehr-und Unterrichtszusammenh\u00e4nge war und ist mir dementsprechend schon immer ein zentrales Anliegen.\u00a0Gerade im Train-the-Trainer-Kontext oder im Rahmen des Studiums der Erwachsenenbildung, in denen die Fragen nach Lehren und Lernen auch im inhaltlichen Fokus stehen, empfinde ich es als unerl\u00e4sslich, den Stand der methodisch-didaktischen Diskussion auch praktisch professionell in meine Unterrichtszusammenh\u00e4nge umzusetzen und damit als relevantes praktisches Modell (oder zumindest Reflexionsfolie) f\u00fcr Studierende oder Lehrende zu wirken. Gleichzeitig ermutige ich Teilnehmende, ihr eigenes Lernverhalten mit meinem Lehren in Verbindung zu setzen und aus dieser reflexiven Betrachtung R\u00fcckschl\u00fcsse f\u00fcr das eigene Lehrhandeln zu ziehen.\u00a0Diesen pers\u00f6nlichen Anliegen entsprechend richtete sich ein zentraler Fokus meiner T\u00e4tigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiterin im Hochschulkontext neben der Arbeit in Forschungszusammenh\u00e4ngen schon immer auf die professionelle Gestaltung meiner eigenen Lehrzusammenh\u00e4nge. Hier entwickelte ich \u00fcber die Jahre &#8211; auch in der Auseinandersetzung mit erwachsenenbildnerischer und hochschuldidaktischer Fachliteratur und durch konsequente kritische Reflexion meiner eigenen T\u00e4tigkeit &#8211; einen eigenen Lehrstil, der auf Aktivierung der Lernenden setzt und viele Elemente des selbstgesteuerten\u00a0Lernens sowie der begleitenden Verbesserung \u00fcberfachlicher Kompetenzen in sich vereint. Meine Seminare wurden und werden von Teilnehmendenseite\u00a0immer \u00fcberdurchschnittlich gut evaluiert.<br \/>\nIm Rahmen des QSL-Projekts &#8222;Sprechende Medizin&#8220; am Institut f\u00fcr Medizinische Psychologie der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen (Prof. Deinzer) konnte ich auf der Basis meiner Expertise f\u00fcr die Gestaltung von Lehr-Lernzusammenh\u00e4ngen das\u00a0Unterrichtsangebot des Instituts zum Themenbereich &#8222;Arzt-Patient-Kommunikation&#8220; konzipieren, erproben und evaluieren sowie auf dieser Basis das bis heute\u00a0durchgef\u00fchrte Lehrkonzept erarbeiten, in dessen Umsetzung ich seit der Entwicklung kontinuierlich eingebunden bin.<\/p>\n<p><em><strong>lernen lehren\/ lernende beraten<\/strong><\/em><br \/>\nIn all meinen\u00a0Unterrichtszusammenh\u00e4ngen bildet (neben der inhaltlich-fachlichen Ebene) die Frage danach, wie lernen gelingen kann einen zentralen Fokus. Dabei betrachte ich nicht nur meinen direkten Einfluss als Gestalterin der Lehr-Lernsituation, sondern gleichzeitig\u00a0die Frage,\u00a0wie es um die\u00a0individuellen Lernf\u00e4higkeiten der Teilnehmenden bestellt ist und wie diese &#8211; im Rahmen meiner Lehre und dar\u00fcber hinaus &#8211; verbessert werden k\u00f6nnen. Wichtig ist es mir, Teilnehmende als <em>Lernende <\/em>zu verstehen, so dass Unterricht nicht auf das Vermitteln von Faktenwissen reduziert wird sondern immer auch darauf abzielt, den Lernenden selbst Verantwortung f\u00fcr ihre Lernprozesse zu \u00fcbertragen. Die daf\u00fcr n\u00f6tigen Lern- und Selbstmanagementkompetenzen, die ich als Schl\u00fcsselkompetenzen f\u00fcr eine erfolgreiche Gestaltung der (Berufs-)Biografie empfinde, versuche ich, begleitend zu den Unterrichtsinhalten und gemeinsam mit den Lernenden in meinen Unterrichtskontexten zu erarbeiten. Daf\u00fcr setze ich im Unterricht auf eine zugewandte Grundhaltung, die den\/ die einzelne Lerner\/in wahr- und ernst nimmt, sowie den flexiblen Einsatz aktivierender Methoden. Die Kombination aus meinem Studium der Erwachsenenbildung, meiner umfangreichen aktiv-lehrenden sowie lehr-konzeptionellen T\u00e4tigkeit innerhalb und au\u00dferhalb der Hochschule sowie meine Sicht auf den individuellen Lernenden mit seinen Kompetenzen und Unterst\u00fctzungsbedarfen, die sich aus meiner heil- und sonderp\u00e4dagogischen Zusatzqualifikation speist, ist mir dabei sehr hilfreich. Besonders zum Tragen kommt dieser Aspekt meines Profils in den Lehrzusammenh\u00e4ngen f\u00fcr das Zentrum f\u00fcr berufspraktische und au\u00dferfachliche Kompetenzen der Justus-Liebig-Universit\u00e4t (ZfbK) , in denen es ausdr\u00fccklich um das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten\u00a0geht, aber auch in meiner T\u00e4tigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiterin, in der mir der beratende Kontakt zu den Studierenden\u00a0immer sehr wichtig war und ist.<\/p>\n<p><em><strong>beraten lehren, beraten lehren lehren<br \/>\n<\/strong><\/em>Im Kontext meiner Lehrt\u00e4tigkeit im Bereich &#8222;Kommunikation in der Medizin&#8220; unterst\u00fctze ich Lernende dabei, die kommunikativ-beratenden Anteile ihrer\u00a0beruflichen T\u00e4tigkeit als Arzt\/ \u00c4rztin\u00a0bewusst zu reflektieren und auf der Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Themenfeld die eigenen kommunikativen Kompetenzen zu evaluieren und sukzessive zu verbessern. Im vorklinischen Seminar im Rahmen des Medizinstudiums arbeiten wir mit vielf\u00e4ltigen aktivierenden Methoden, u.a. auch mithilfe von\u00a0Gespr\u00e4chen mit\u00a0sog. Simulationspatient\/inn\/en, \u00fcber die die Studierenden erste Erfahrungen mit Arzt-Patient-Gespr\u00e4chen sammeln und bewusst reflektieren k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus habe im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Medizinische Psychologie (DGMP) an der Erarbeitung eines \u00a0hochschuldidaktischen Curriculums mitgearbeitet, an dessen Umsetzung ich ebenfalls beteiligt bin. In dieser ausdr\u00fccklich\u00a0evidenzbasierten Weiterbildung &#8222;L:IST &#8211; Arzt-Patient-Kommunikation&#8220; werden Lehrende (der Medizin und Medizinpsychologie)\u00a0nicht nur fachlich in den Themenbereich eingef\u00fchrt werden, sondern lernen auch\u00a0Methoden der Unterrichtsgestaltung theoretisch wie praktisch kennen und\u00a0erhalten die M\u00f6glichkeit, diese\u00a0selbst zu erproben und zu reflektieren.<br \/>\nF\u00fcr weitere Informationen: <a title=\"L:IST Arzt-Patient-Kommunikation\" href=\"http:\/\/www.dgmp-online.de\/list\/list.html\" target=\"_blank\">Das Fortbildungsangebot L:IST der DGMP<br \/>\n<\/a><em><strong><br \/>\nlehren lehren\/ lehrende beraten<br \/>\n<\/strong><\/em>Ich unterst\u00fctze Lehrende nicht nur im Kontext hochschuldidaktischer Weiterbildungen sondern auch in ihrem jeweils individuellen Professionalisierungsprozess, in dem ich gemeinsam mit ihnen ihre mikrodidaktischen Unterrichtspl\u00e4ne gestalte sowie ihre Lehrerfahrungen retrospektiv reflektiere.<\/p>\n<p><strong><em>lernen\/\u00a0lehren\/ beraten erforschen<\/em><\/strong><br \/>\nDen Einstieg in meine berufliche T\u00e4tigkeit bildete\u00a0das Forschungsprojekt SELBER, ein bmbf-gef\u00f6rdertes Verbundprojekt, an dem neben dem Deutschen Institut f\u00fcr Erwachsenenbildung die Universit\u00e4ten Hamburg, Leipzig und Gie\u00dfen beteiligt waren. In dem von mir mitgestalteten Teilforschungsvorhaben der Uni Gie\u00dfen, stand die Frage im Zentrum, welche professionellen Implikationen sich aus der Debatte um selbstgesteuertes Lernen f\u00fcr Lehrende in der Erwachsenen- und Weiterbildung ergeben, die vor der Herausforderung stehen,\u00a0Lernarrangements so zu ver\u00e4ndern, dass Selbstlernen \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich wird. Es wurden\u00a0vor allem die\u00a0Aspekte des\u00a0Aufbaus von Selbstlernmaterialien und -umgebungen, der Lernberatung und -unterst\u00fctzung sowie von\u00a0Instrumenten zur Strukturierung\u00a0von\u00a0Selbstlernprozessen bearbeitet.\u00a0Die an der\u00a0Gie\u00dfener Professur\u00a0f\u00fcr Weiterbildung unter Prof. H. J. Forneck entwickelte &#8222;Didaktik selbstsorgenden Lernens&#8220; wurde dabei erstmals in einer umfangreichen Selbstlernarchitektur umgesetzt, sowie erprobt, forschend evaluiert und weiterentwickelt.\u00a0F\u00fcr weitere Informationen:\u00a0<a href=\"http:\/\/die-bonn.de\/selber\/\" target=\"_blank\">Das\u00a0bmbf-Verbundprojekt SELBER<\/a><br \/>\nAktuell arbeite ich an der Fertigstellung meiner empirischen Dissertation zum Themenkreis &#8222;Lernberatung im Kontext selbstgesteuerten Lernens in der Erwachsenenbildung&#8220;, in der ich tats\u00e4chlich stattgefundene Lernberatungsgespr\u00e4che interaktionsanalytisch betrachte.<\/p>\n<p><em><strong>lernen gestalten<br \/>\n<\/strong><\/em>Durch meine theoretische Besch\u00e4ftigung mit den Themenkreisen lernen und selbst-lernen habe ich mir einen reflexiven Blick auf meine eigenen Lernprozesse erarbeitet,\u00a0der es mir erm\u00f6glicht, diese (lebenslangen)\u00a0Lernprozesse gleichzeitig in ihrer\u00a0individuell-biografischen Einbettung\u00a0als auch hinsichtlich ihrer fachlich-inhaltlichen Gefasstheit zu entschl\u00fcsseln sowie sie im n\u00e4chsten Schritt bewusst\u00a0f\u00fcr mich selbst zu gestalten und (soweit als m\u00f6glich) stetig\u00a0zu verbessern. Dieses selbst-Lernen und beim Lernen auf-dem-Weg-sein empfinde ich als \u00e4u\u00dferst spannende Zusatzperspektive meiner beruflichen T\u00e4tigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>lernen &#8211; lehren &#8211; gestalten &#8211; beraten &#8211; erforschen Durch die unterschiedliche Kombination diese f\u00fcnf Verben lassen sich meine beruflichen Schwerpunkte in allen Facetten beschreiben. lernen &amp; lehren, lehren lernen Bereits im Rahmen meines Studiums der Erwachsenenbildung entwickelte sich meine Begeisterung f\u00fcr Lehr-Lernzusammenh\u00e4nge.\u00a0Das Themenfeld &#8222;selbstgesteuertes Lernen&#8220; bzw. seine Konkretion in der professionellen Gestaltung von Lehr-Lernprozessen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/as.so-so.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/5","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/as.so-so.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/as.so-so.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/as.so-so.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/as.so-so.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5"}],"version-history":[{"count":19,"href":"http:\/\/as.so-so.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/5\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":114,"href":"http:\/\/as.so-so.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/5\/revisions\/114"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/as.so-so.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}